Typische Anfängerfehler... im eCommerce

Sputnika.de: Teil 1/8 der neuen Sputnika-Serie: Alexander Tittmann von Kreativ&Söhne erklärt in 8 Punkten, welche Stolpersteine Unternehmen bei den ersten Schritten im eCommerce besser auslassen.

1. System-Auswahl
Legen Sie sich nicht bereits vor Ihrer Anfrage an einen Dienstleister auf den Einsatz eines speziellen Systems fest, ohne die Kompatibilität zu Ihren Produkten und deren Aufbau geprüft zu haben. Beispielsweise trägt der Einsatz von ERP- oder Warenwirtschaftssystemen viel zur Entscheidung über das passende Shopsystem bei.

Generell ist der Einsatz von Systemen zu empfehlen, um die sich eine aktive Community gebildet hat, denn sie hilft bei Problemlösungen.

2. Fokussierung aufs Wesentliche
Sowohl Ihr Dienstleister als auch Sie selbst müssen Schritt für Schritt Erfahrungen sammeln. Ein Shop sollte nicht mit vielen Funktionen, sondern mit einer klaren Struktur und einfachen Bedienung glänzen. Kümmern Sie sich zuerst um die Basis. Für Details und Features ist später im Betrieb noch genug Zeit.

3. Don’t trust in Magic
Viele Unternehmen verlieren sich anfangs zu sehr in SEO-Magie, statt ihre Energie in ein besseres Angebot und bessere Kommunikation mit dem Kunden zu stecken. Begeistern Sie nicht primär Google für Ihr Angebot, sondern Ihre Kunden. Soll heißen: Ergreifen Sie Maßnahmen zur Verbesserung der Auffindbarkeit, aber übertreiben Sie es nicht. Die besten SEO-Maßnahmen nützen nichts, wenn Ihr Angebot nicht stimmig ist und beispielsweise Retouren nicht vernünftig abgearbeitet werden.

4. Glaube an Technologie
Versuchen Sie nicht, organisatorische Defizite mit dem massiven Einsatz von Technologie zu bekämpfen. Lösen Sie Probleme durch Änderungen an der Organisationsstruktur, statt sie mit aufwändigen, technischen Lösungen zu umschiffen.

5. Sie kaufen kein Auto!
… sondern Sie entwickeln es. Es gibt keine Ausstattungsliste, aus der Sie verschiedene Ausstattungsmerkmale wählen und ein paar Monate später steht Ihr neuer Onlineshop zur Abholung bereit.

Bauen Sie stattdessen im Unternehmen das Bewusstsein auf, dass ein Software-Projekt lebendig ist und es von permanenter Veränderung lebt - besonders während der Entwicklungszeit. Deshalb ist es für Ihren Dienstleister wichtig, einen permanenten Ansprechpartner zu haben, der die Wechselwirkungen einschätzen und verstehen kann. Denn: Mit der Entscheidung, online verkaufen zu wollen, wird sich viel in Ihrem Unternehmen verändern. Interne Prozesse können nicht immer vollständig mit der Funktionsweise eines Onlineshops abgeglichen werden.

6. Hoffnung ist keine Strategie
Der beste Onlineshop nützt nichts, wenn er nicht gefunden wird.
Darum ist es sinnvoll, einige Monate nach dem Start einen Partner für Online-Marketing zu suchen und mit diesem gemeinsam eine Kommunikations- und Werbestrategie zu entwickeln (nicht nur SEO). Planen Sie dafür von Anfang an ein Budget und einen Kostenfaktor ein.

7. Vertrauen Sie Ihrem Dienstleister
Keine Floskel. Denn: Er möchte genau so sehr wie Sie, dass Sie erfolgreich sind! Je mehr Sie ihn in Entscheidungen und über gesteckte Ziele einbeziehen, desto mehr ergibt sich ein Verständnis für das Unternehmen, sowie eine bessere und effizientere Planung der anstehenden Tätigkeiten.

8. Don't panic
Erfolg kommt nicht über Nacht. Die Welt wartet in der Regel nicht sehnsüchtig auf Ihr Angebot. Bereiten Sie sich darauf vor, dass der Bekanntheitsgrad Ihres Angebotes genauso wachsen muss wie alles andere auch. Verfallen Sie deshalb nicht in Panik, wenn es am Anfang nicht rund läuft. Und vermeiden Sie Kurzschlussreaktionen. Halten Sie sich an das „Don't panic“, das man in der Einleitung der Encyclopedia Galactica findet.

Dieser Beitrag ist für sputnika.de entstanden.
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