Das Ende von OXID eShop

Oxid eShop Community Edition ab 15. August 2022 kostenpflichtig.

Kreativ&Söhne

Kommerzialisierung von Oxids eShop Community Edition

Beinahe über Nacht veröffentlichte Oxid, dass die allseits beliebte Community Edition des OXID eShop Onlineshops ab dem 15. August 2022 kostenpflichtig wird. Damit sticht Oxid der Community Edition, welche bei Startups, kleinen und mittelständigen Shopbetreibern beliebt war, ein Messer in den Rücken.
Gerade die kostenfreie Open Source Software wurde von vielen Nutzern geschätzt und sogar mit- und weiterentwickelt.

Auch wir als Agentur, die jahrelang die Oxid eShop Community Edition gern empfohlen hat, sind über diese, offenbar verzweifelte Management Tat schockiert und positionieren uns ganz klar gegen diese Bezahlversion.

Aber viel wichtiger: was machen Unternehmen die bisher auf OXID eShop gesetzt haben?
Wir empfehlen die Migration in ein anderes Shopsystem. Sei es Shopify, was gerade bei kleinen Händlern beliebt ist oder Shopware um seinen bisherigen Onlineshop weiterzuentwickeln.

Gerne beraten wir Sie zu dem passenden Shopsystem und begleiten den gesamten Migrationsprozess.

Vereinbaren Sie jetzt einen Beratungstermin.

Welche Lizenzänderungen gibt es?

Grundsätzlich wird von Oxid ab dem 15. August 2022 eine monatliche Lizenzgebühr von 111,00 € (zzgl. MwSt.) erhoben, sofern die Community Edition genutzt wird.
Dies gilt für alle bestehenden Onlineshops, welche nach dem 15. August 2022 ein Update oder Modul installieren möchten.

Die Nutzungsgebühr

Wir empfinden die monatlichen 111,00 € (zzgl. MwSt.) als wenig plausibel und durch die intransparente und überstürzt wirkende Kommunikation absolut nicht nachvollziehbar.
Natürlich darf ein Betreiber sein Geschäftsmodell ändern, aber unter fairen, nachvollziehbaren Bedingungen und angemessenen Fristen für Bestandskunden.

Auch aus Sicht des Marketings halten wir die Entscheidung für äußerst fragwürdig. Die Änderung betrifft hauptsächlich bestehende Kunden die Oxid lange Zeit treu waren. Oxid ist lang nicht das einzige Shopsystem am Markt und hat sicher auch in den letzten Jahren an Marktanteilen verloren. Gerade unter dem Aspekt der starken Konkurrenz und deren attraktiven Angebote, scheint Oxids Entscheidung noch weniger nachvollziehbar.

Vielleicht sollte sich Oxid ein wenig von der Konkurrenz inspirieren lassen und eine abgestufte Preispolitik etablieren.
Auch stellt sich uns die Frage warum die Community Edition überhaupt weiter existiert, denn kostenpflichtige Versionen wie die Professional Edition und die Enterprise Edition existieren bereits.

Sind auch ältere Oxid eShop Versionen von den neuen Preisen betroffen?

Sobald eine Aktualisierung des Shopsystems durchgeführt wird, was früher oder später essentiell für die Funktionalität des Shops ist, werden die monatlichen Gebühren fällig.

Können ältere Versionen der Community Edition weiter kostenfrei laufen?

Aus unserer Sicht definitiv nein. Allein durch die Installation von Modulen müssen auch Teile der Oxidsoftware aktualisiert werden, was zum sofortigen Anfallen der Gebühren führt. Deshalb lassen sich ältere Versionen vor allem aus technischer Sicht nicht mehr sicher betreiben. Zusammengefasst sind wir der Meinung, dass sich die Lizenzgebühren in einem funktionierend System nicht umgehen lassen.

Allerdings ist die Testumgebung von den Gebühren befreit und die 111,00 € (zzgl. MwSt.) werden erst in der Produktivumgebung berechnet.

Welchen Ansatz verfolgt Oxid mit der Lizenzänderung?

OXID nennt die starken Veränderungen des E-Commerce-Markts seit der Veröffentlichung der Open Source Software 2009 als Rechtfertigung für die Preiserhebung. Sie sehen die OXID eShop Community Edition als schnelles und flexibles System, dass für Wettbewerbsvorteile der Nutzer sorgt. Als Hauptgrund nennt Oxid jedoch, dass sich die Community der kostenfreien Edition nicht an der Weiterentwicklung des Systems beteiligen würde. Somit habe die Open Source Software ihren Sinn nicht erfüllen können.

Welche Änderungen gibt es noch?

Die Nutzung von OXIDs eigenen eSS Modulen wird verpflichtend, was die Gestaltungsfreiheit des Systems weiter einschränkt. Zudem muss sich nun für die Nutzung der Community Edition registriert werden. Allerdings können die Projekte von nun an für Marketingzwecke wie beispielsweise als Referenz freigegeben werden.

Ausblick

Leider lässt OXID sehr viele Fragen offen und seine Kunden und Partner in Ungewissheit. Die Nutzungsgebühr macht das System für Einsteiger nicht besonders attraktiv und nagt an der Rentabilität kleiner Onlineshops. Besonders die Haftungsfrage bleibt bei der Änderung zu einer gebührenpflichtigen Software ungeklärt. Wir empfehlen deshalb auf ein anderes System umzusteigen. Gerne übernehmen wir die gesamte Migration Ihres Shops und beraten Sie zu dem passenden System für Ihr Unternehmen.

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